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Grundregeln

  • Systemisches Denken setzt den Einsatz aller Gehirnfunktionen und Sinnesorgane voraus:
    • Die Gehirnfunktionen dürfen nicht beschränkt sein auf eine der spezifischen Denkarten.
    • Die erhöhte Aufmerksamkeit aller Sinne verbessert das systemische Denken, wie z. B. Wachheit, Beweglichkeit, Zuhörfähigkeit, Angstfreiheit, Geduld, Empathie, Umsicht.
    • Die Aufmerksamkeit gilt nicht nur den äußeren Stimmen (von Mitmenschen, Literatur, Medien, etc.), sondern auch der inneren Stimme.
  • Systemisches Denken nimmt ein System folgendermaßen wahr:
    • Ein System hat immer drei Wirklichkeitsebenen:
      • eine körperliche Ebene (Materie, physikalische Energien, Daten),
      • eine seelische Ebene (Beziehungen, Organisation, Gebote und Verbote),
      • eine geistige Ebene (Ideen, Strategien, Werte, Sinn).
    • Ein System ist wiederum ein Element eines noch größeren Systems, wie z. B. dem gesellschaftlichen Umfeld, der Marktwirtschaft, des Abendlands, der Milchstraße, mit dem es in Wechselwirkungen steht.
    • Ein System bleibt nie so, wie es ist.
    • Ein System wird von verschiedenen Menschen verschieden wahrgenommen. Die Wahrnehmungen können konträr sein.
    • Ein System hat seine realen und nominalen Zwänge, aber auch seine realen und nominalen Freiheiten, siehe Zwänge und Freiheiten im Denken,
    • Ein System kann auch Widersprüche, Paradoxien und Inkonsequenzen enthalten.
  • Systemisches Denken relativiert Wertungen. (Beispiel: Wenn etwas als „gut“ befunden wird, stellen sich die Fragen: „Was ist der Maßstab für gut? Wann gut? Gut für wen? Für wen nicht?“)
  • Systemisches Denken kennt zwischen dualen bzw. polaren Zuständen, wie z. B. „richtig – falschoder „ja – nein“, „krank – gesund“, „Freund – Feind“, „schwarz – weiß“, auch beliebig viele Grautöne.
  • Systemisches Denken kennt nicht nur ein „entweder … oder“, sondern auch ein „sowohl … als auch“, und was besonders wichtig ist, manchmal auch ein “ weder … noch“.
  • Systemisches Denken kann eine Beurteilung bzw. Entscheidung ändern, wenn neue Erkenntnisse hinzu kommen.
  • Systemisches Denken geht davon aus, dass man möglicherweise niemals alle Erkenntnisse hat, die man brauchen würde.
  • Systemisches Denken erkennt immer mehrere Ursachen, wie z. B. interne und externe, temporäre und permanente. Das gilt sowohl für Erfolg, wie auch für Misserfolg, siehe Kausalattribution.

Daraus ergeben sich folgende Schlüsse:

  • Alles hängt mit Allem zusammen.
  • Alles hat seinen Preis (Nachteil, Kehrseite, Schattenseite, Gegenargument).
  • Es gibt immer eine Alternative.
  • Alles, was man erlebt, sowohl Positives wie Negatives, hat auch etwas mit einem selbst zu tun: Das sind die Chancen, sich persönlich weiter zu entwickeln.